3 geniale Kräuter für deine natürliche Hautpflege

Hautreizungen, Rötungen und Spannungsgefühle sind häufige Probleme. Herkömmliche Cremes enthalten oft lange Inhaltsstofflisten mit synthetischen Zusätzen. Drei heimische Gartenkräuter bieten eine natürliche Alternative: Ringelblume, Kamille und Lavendel. Sie enthalten Wirkstoffe, die entzündungshemmend wirken und die Hautregeneration unterstützen.
Dieser Artikel erklärt, wie sich aus diesen Pflanzen einfache Hautpflegeprodukte herstellen lassen und welche Eigenschaften sie jeweils mitbringen.
Ringelblume: Zellregeneration und Entzündungshemmung
Die Ringelblume gehört zu den bewährten Heilpflanzen in der Hautpflege. Die leuchtend orangen Blütenblätter enthalten Flavonoide und Carotinoide, die die Zellregeneration fördern und Entzündungen hemmen.
Bei gereizter Haut oder nach der Reinigung auftretenden Spannungsgefühlen wirkt sie beruhigend. Die Pflanze ist pflegeleicht und blüht vom Frühsommer bis in den Herbst.
Aus den Blüten lässt sich ein Ölauszug herstellen. Als Basisöl eignet sich reines Mandelöl* oder Jojobaöl*, da beide gut einziehen.
Herstellung des Ringelblumen-Ölauszugs
Die Blüten werden zunächst gepflückt und vollständig getrocknet. Frische Pflanzen enthalten zu viel Wasser und können im Öl schimmeln.
Die getrockneten Blüten kommen in ein sauberes Einmachglas und werden mit Basisöl bedeckt. Das Glas zieht für etwa vier Wochen an einem warmen Ort. Einmal täglich wird es durchgeschüttelt, damit sich die Inhaltsstoffe lösen.
Nach der Ziehzeit wird das goldene Öl durch ein feines Tuch geseiht. Es kann abends auf die leicht feuchte Haut aufgetragen werden.

Kamille: Antibakterielle Wirkung bei Unreinheiten
Kamille wird meist als Tee getrunken, lässt sich aber auch äußerlich anwenden. Das enthaltene ätherische Öl mit dem Wirkstoff Bisabolol wirkt antibakteriell und beruhigend auf verstopfte Poren.
Bei morgendlichen Rötungen oder Unreinheiten kann Kamille die Haut beruhigen und ihr helfen, ins Gleichgewicht zu kommen. Ein Gesichtswasser aus Kamille ist schnell zubereitet.
Kamille wurde bereits im alten Ägypten als Heilpflanze genutzt und zur Wundheilung eingesetzt.
Rezept für Kamillen-Gesichtswasser
Zwei Esslöffel getrocknete Kamillenblüten werden mit kochendem Wasser übergossen. Der Sud zieht abgedeckt für zehn Minuten, damit die ätherischen Öle nicht entweichen.
Nach dem Abkühlen werden die Blüten herausgefiltert. Optional kann ein Teelöffel naturtrüber Apfelessig untergerührt werden, um den pH-Wert zu regulieren.
Das Gesichtswasser wird in dunkle Braunglasflaschen* gefüllt, um es vor Licht zu schützen. Es kann morgens und abends aufgesprüht werden und hält sich im Kühlschrank gekühlt einige Tage.
Lavendel: Regulierung der Talgproduktion
Lavendelduft wirkt beruhigend auf Haut und Nervensystem. Die Pflanze reguliert die Talgproduktion und klärt das Hautbild.
Bei fettiger Haut oder Mischhaut kann Lavendel die Hautflora ins Gleichgewicht bringen. Die Anwendung ist sowohl mit frischen Pflanzen als auch mit ätherischen Ölen möglich.
Anwendung mit ätherischen Ölen
Für die schnelle Anwendung können einige Tropfen naturreines ätherisches Öl in die Basispflege gemischt werden. Die Qualität sollte hochwertig sein – naturreine ätherische Öle* sind hier die beste Wahl.
Zwei Tropfen reines Lavendelöl werden mit einem Esslöffel Jojobaöl vermischt. Das Ergebnis ist ein klärendes Gesichtsöl für die Nacht.

Häufige Fragen zu Gartenkräutern in der Hautpflege
Welche Kräuter eignen sich für empfindliche Haut? Ringelblume und Kamille sind besonders sanft. Sie reizen die Haut nicht zusätzlich und lindern Juckreiz.
Müssen die Kräuter getrocknet werden? Ja. Frische Kräuter enthalten viel Wasser, wodurch Ölauszüge schnell schimmeln können.
Wie lange ist selbstgemachte Pflege haltbar? Ein reiner Ölauszug hält sich etwa sechs Monate, wenn er kühl und dunkel gelagert wird. Wasserbasierte Produkte gehören in den Kühlschrank.
Eignen sich ätherische Öle für jeden Hauttyp? Bei empfindlicher Haut sollte zunächst ein Test in der Armbeuge gemacht werden. Ätherische Öle sind hochkonzentriert und müssen für das Gesicht mit einem Basisöl verdünnt werden.
Fazit
Die drei Gartenkräuter Ringelblume, Kamille und Lavendel bieten natürliche Lösungen für verschiedene Hautprobleme. Sie lassen sich einfach zu Ölauszügen, Gesichtswasser oder Pflegeölen verarbeiten.
Die Herstellung ist unkompliziert und ermöglicht die volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe. Wer die Pflanzen im eigenen Garten anbaut, hat eine kostenlose Quelle für natürliche Hautpflege direkt vor der Tür.
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